Die drei Experten

Stehen sie nicht am Trainingsplatz des HSV, fängt keine Trainingseinheit an; die drei Experten vom Volksparkett gehören fest zum Inventar der sportlichen Leitung, wenn es um taktische Fragen und Personalentscheidungen geht. Nicht umsonst waren Fummel, Lumpi und Taka heiße Anwärter auf den Posten des neuen HSV-Sportchefs. Eine Troika sollte es sein – da waren sich die Verantwortlichen sicher. Doch die drei Vollblut-Bundestrainer lehnten bescheiden wie immer ab. Aber wer sind die Männer hinter dem sportlichen erfolg des HSV? Bei wem holten sich bereits Generationen von Trainern ihre Ratschläge? Wir klären auf:

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Fummel:

Ein Mann von hünenhafter Gestalt und einer Haarpracht, die einst auch Bernd Wehmeyer sein Eigen nannte. Gerüchten zufolge soll unser Fummel schon mehrfach auf seine Verdienste in den frühen 80er Jahren angesprochen worden sein. Fummel ist ein nachdenklicher Mensch, der aber auch sehr impulsiv reagieren kann, wenn jemand seine Fehler – insbesondere auf taktischer Ebene – nicht einsieht. Das musste auch Lumpi schon spüren. Fummels Leidenschaft gilt im Übrigen dem Reisen. Als Vielflieger besitzt er die HON-Karte der Lufthansa. Wohlwissend, dass der Kranich eigentlich nicht Sponsor des HSV ist. „Kann ich doch nichts dafür, dass im arabischen Raum die Topspieler dünn gesät sind“, so Fummel.

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Lumpi:

Lumpi blickt auf eine lange Karriere auf den Sportplätzen dieser Stadt zurück. Jedes Wochenende stand und steht der Mann, dessen Name Programm ist, an den Seitenlinien Hamburger Fußballstätten. Hier gibt er – fair wie er ist – taktische Anweisungen für beide agierenden Teams und brachte schon so manchen Schiedsrichter zur Weißglut. Kritikfähigkeit ist halt nicht jedermanns Sache. Das bewies auch der Schiedsrichter (und Aufsichtsrat des HSV), Björn Floberg, der Lumpi bereits mehrfach der Anlagen verwies. Lumpi lapidar: „Ich kann mir gut vorstellen, dass es weh tut, wenn man auf seine Fehler hingewiesen wird. Mir passiert so was aber zum Glück nicht.“

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Taka:

Von allen drei Experten ist Taka die graue Eminenz. Kein Spieler des HSV, der im Training noch nicht von ihm gedemütigt wurde, kein Trainer, den er noch nicht zu sich zitiert hat, wenn falsch trainiert wurde. Bei ihm musste auch der „Grantler“ Ernst Happel zu Kreuze kriechen. Aber er kann es sich ja auch leisten. Denn was nur Wenige wissen: bei den Toptransfers des HSV liefen die Fäden bei Taka zusammen. So holte der „Godfather“, wie ihn Spielervermittler hinter vorgehaltener Hand auch ehrfürchtig nennen, auch die jüngsten Stars zum HSV. Van der Vaart, Mathijsen und Elia sind nur drei prominente Namen aus der jüngeren Vergangenheit, die dem Verhandlungsgeschick von Taka zuzuschreiben sind. Der aber nur milde lächelt, wenn man ihn darauf anspricht. Auch den Verkauf von Nigel de Jong kommentiert er nur mit einem süffisanten Grinsen. Taka ist übrigens nicht Japaner, wie viele glauben, sondern hat dänische Wurzeln. Da war es klar, dass der Kosename für einen Mann, dem der HSV so viel zu verdanken hat, nur Tak-a sein kann. Tak heißt nämlich „Danke“ auf dänisch.